Quest der WL-Party in Radegast - Juni 2001

Die Quest begann am Samstag gegen 16.00 Uhr und endete ca. 18.30 Uhr.

Kurzstory:

Der erste zentrale Punkt dieser Quest war die vergeßliche Käuerhexe Dine, die wohl noch wußte, daß sie einen Zaubertrank brauen sollte, aber nicht mehr wofür und die Zutaten hatte sie natürlich auch alle vertrödelt. Die Zutaten konnten die Spieler bei den NPCs Flammweiss, Mneme, Ogrim, Punkt und Tarriga mehr oder weniger anstrengend erfragen/besorgen/tauschen.
Nach dem erfolgreichen Zaubertrank brauen, mußte das Wort "Smaragdenstadt" erpuzzlet werden, diese dann aus Sand aufgebaut und mit einem Zauberspruch und dem Zaubertrank zum Leben erweckt werden.

Dine erzählt:

Sowas Dummes! Da wollte ich einen Trank brauen, und vergesse dann ausgerechnet, was für Zutaten da reingehören. Ich saß also etwas ratlos herum und überlegte, was ich nun tun soll (gar nicht so leicht, wenn man ein Gedächtnis wie ein Sieb hat).
Zum Glück kam da eine Gruppe Wanderer vorbei und sie fragten mich, ob sie mir helfen könnten. Mir fiel ein, daß ich das Rezept vor langer Zeit einmal von den Tieren des Landes gelernt hatte und schickte die Wanderer los, die Tiere zu suchen und sie nach den Zutaten zu fragen.
Bevor sie nun losgezogen sind, um bei den Tieren Rat zu suchen, haben sie mir meinen Kessel mit Elbwasser gefüllt. Leider war Fiona mit dem Eimer etwas zu eifrig, und hat den Kessel überschwappen lassen und mich mit dem Wasser bespritzt. Zur Strafe habe ich einen Blitz über sie gezaubert und sie damit getötet (auch wenn sie mir helfen wollen, frech dürfen sie nicht werden - außerdem waren noch genug andere da).
Nun mußte ich warten. Wären einige nicht bei mir geblieben, hätte ich wahrscheinlich wieder vergessen, daß sie mir helfen wollten. Irgendwann kam Christina zu mir und erzählte, daß sie einen Frosch aus einem Loch gerettet habe und diesen ins Gebüsch gesetzt (*grübel* die Erinnerung kommt langsam wieder... gehörte ein Frosch nicht zum Rezept? warum setzt sie ihn ins Gebüsch anstatt ihn mir zu bringen?)
Irgendwann meinten die Wanderer, jetzt sei alles da, aber es fehlte noch etwas. "Ihr habt wohl was übersehen", meinte ich und sie schauten mich mit langen Gesichtern an und gingen wieder auf die Suche. Nachdem sie Tarriga, die Fledermaus, endlich gefunden hatten, war der Trank komplett und man konnte sich damit zum Eremiten aufmachen, der uns sagen konnte, was wir mit den Runen anfangen sollten, die die Wanderer mir fleißig gebracht haben. Zum Glück ist dieser nicht so vergeßlich wie ich.

Ogrim erzählt:

Questbeginn war für mich, als ich die beiden Angler begrüßte, die mich in meiner Ruhe gestört haben. Mist, ich war fast eingeschlafen und die Dussel wecken mich. Unerhört! Aber naja, es sind Menschen und sie wissen sich nicht zu benehmen, wenn ein Zwerg pennt. "Nahja" dachte ich mir "unterhalte ich mich erst mal mit denen und bereite die Beiden erst mal auf die ganze Horde vor". Später stellte sich heraus, daß die Beiden eigentlich keine Fische fangen wollten, sondern an unseren Alkohol wollten. Aber das Plätzchen, wo wir den guten Fusel gelagert hatten, habe ich denen nicht verraten.
Als die Beiden wieder weg waren, dachte ich mir: hmm, 's is auch schon spät und kein Aas zu sehen. Also leg ich mich wieder unter meinen Baum inmitten der Minze, die da wild am wuchern war.
Schließlich nach 'ner guten Dreiviertelstunde kamen sie dann und ich armer alter Zwerg mußte mich mühsam aufrappeln, um den Nicht-Zwergen (und davon hatte es meiner meinung nach viel zu viel) erst mal klar zu machen, daß die hier von mir nichts erfahren würden. Ich hab sie erst mal zum Drachen geschickt, soll er sich mit denen rumplagen - hehe.
Ich hab mir also erst mal die Zwerge gegriffen und die ham alle was von 'nem Trank gefaselt. Ich hab die erst mal losgeschickt, um mir nen Baum zu bringen, und die sollten mir 'ne Axt bauen, bevor ich denen die letzte Zutat verrate. Nun denn, alle Zwerge sind erst mal los und es dauerte auch nicht sonderlich lange, als die Elfen usw. wiederkamen und mich vollquasseln wollten. Ich aber bin stur geblieben und hab denen gesagt, daß ich sie nich verstehe.
Also sind die erst mal wieder los, um sich ein Zwerg zu greifen, damit der dolmetschen kann, was sie sogar irgendwann geschafft haben. Da kam dann raus, daß ich die Harfe wieder abgeben mußte. Hatte es mir ja fast gedacht, aber egal: ich mag eh keine Ha(r)fenmusik.
Irgendwann kam Pepsi auch an und brachte mir auch die ersten Teile: 'nen ganzen Baum hatte er ausgegraben, nur mit seiner Axt war ich nicht einverstanden. Das gab natürlich dumme Gesichter; sie hatten sich auch echt Mühe gegeben, es war 'ne tolle Axt. Aber SO wollte ich sie ja nicht. Es mußte ja ein goldenes Band sein, also schickte ich sie wieder los, um ein solches Band zu besorgen. Nur wo sollten sie sowas finden?! Ich hab sie erst mal zum Drachen gejagt. Ich wunder mich ja nu noch, daß der sie nich gefressen hatte, hehehe.
Nun, in der Zwischenzeit dachte ich mir, könne ich den Rest der Zwerge mal was ärgen und hab denen gesagt, daß ich noch 'ne Handvoll Minze will. Die - ja nich dumm - dachten gleich an Dines Garten, aber der war ja nich angeschlossen, also sind sie los und haben Minze gesucht. Irgendwann kamen die Minzesammler wieder und hatten nichts vorzuweisen und ich mußte denen erst mal zeigen, wie das aussieht. Ich hab also die vorher gepflückte Minze genommen und sie vor den Augen der Zwerge verrieben mit den Worten "Guck mal, so sieht Minze aus und wenn man es in den Händen verreibt, riecht man das auch, hehehe".
Tja, irgendwann hatten sie dann doch alles zusammen, selbst das goldene Band von Tarriga hatten sie. Doch noch fehlte ihnen der Frosch, so wie ich das am Rande mitbekommen hatte. Den hatten sie nicht, den mußte ich dann fangen. Gar heftigste Questhilfe war es, aber dieser Frosch war gerissen und hatte sich versteckt, so daß Ampelmann den Frosch nicht fangen konnte. Also stürzte ich mich auf dieses gar riesige Monster und grabschte mehrmals daneben, bevor ich den kleinen Schlingel hatte. Mann, war das ein wendiges Tierchen, ich habe den kaum zu fassen bekommen, aber schließlich war es dann doch soweit. Ich hatte gesiegt! Ich hab den armen Kleinen in ein Förmchen gesteckt, Hand drauf und Ampelmann gegeben, der daraufhin seine Förmchen abgeben mußte, aber egal: der Frosch war wichtig!
Schließlich war auch diese Hürde genommen und wir (FlammWeiss, Tarriga und meiner einer) wanderten erst mal zur Hexe. Mal schaun, was da so los war und nachschaun, ob alle Zutaten beisammen waren. Und was sag ich: Sie waren fleißig; sie hatten fast alles zusammen, bis auf einige Kleinigkeiten.

FlammWeiss erzählt:

Die Player waren wohl ziemlich als Zweites bei mir, weil Ogrim sie wegen dem goldenen Band für die Axt (fälschlicherweise!) an mich geschickt hat, der Schlingel :-). Ich bin dann aus dem blutgetränkten Baum gesprungen - beim Fressen gestört! - und hab erst mal Terror gemacht, bis alles, was kein Elf oder Fee ist, weggetreten ist (einiges vom Blut im Baum war Zwergenblut :-). Als ich dann mehr oder weniger ansprechbar war, hat man mich per Angebot von Nahrung (Hmm, Brezeln ... *Nüstern rümpf*) - aber halt, mir stinkt's langsam mit Zwergengeschmack, Abwechslung wär schon gut - sagen wir .. PFERD! Ja das wär mal was! Schon lange keinen Ritter mehr gehabt. Muß auch kein ganzes sein, so der Geschmack allein ... selbst wenn's nur ein paar Haare sind (hmm, wir standen neben einer Weide und im Stacheldraht war genug: Mist... die sollten eigentlich laufen! Tuxx war das glaub ich, die den serviert hat). Aber nach einigem Schmeicheln des Drachens ließ sich dann rausfinden, daß tatsächlich der Drache sauer war auf die Zwerge weil die ihm seine magische Harfe geklaut haben. Nicht, dass der Drache nicht schon genug Zwerge umgebracht hätte (siehe Baum) aber die haben so schrecklich viele Gänge und Höhlen, die alle durchzufuseln ist zu nervig, also wenn vielleicht die Elfen diplomatisch ...
Sie sind dann umgekehrt und haben (stundenlang!) den Zwerg befragt und sind dann mit einer Harfe zurückgekehrt, und sogar für den Drachen (dank Fionas Einfallsreichtum wurde aus dem Kamm und einem Stück Plastiktüte noch schnell ein tatsächlich funktionierendes Musikinstrument improvisiert) eine Melodie gespielt.
Der Drache ist dann (inspiriert zu neuen Gruseltaten) Richtung Zwergenberg davongeflogen, nicht ohne den Elfen noch schnell gesagt zu haben, daß die drei magischen Runen, die sie (hmm danach haben sie ganz am Anfang gefragt, da war der Drache noch nicht ansprechbar, aber er hat sich das gemerkt und kennt die Hexe soweit auch ganz gut) von ihm erhalten haben, der Hexe helfen, und zwar R fuer Rosshaar, A fuer Argentum-Ball und D fuer Drachenschuppen, und den (temporären) Drachenschatz am Baum mögen sie doch gefälligst selbst durchsuchen, so barfuß durch Brennesseln, da hatte der Drache die Nase voll von.
Zarus ist noch in einer heldenhaften Leder-Flatter-Aktion in den Baum gestiegen und hat die Silberkugel dann in der einen Astgabel gefunden, der Rest war einfacher.
Der Drache ist dann in den Zwergenberg gefahren und hat schnell noch ein bißchen Gold und Zwerge gekerbt.
Später lag er mit blutenden Wunden (sagen wir unentschieden) an der Elbe und hat sich ausgeruht, als dann noch ein paar Player was von ihm wollten (Hmm, die wußten NICHT genau, was sie wollten, grr!) aber er hat ihnen dann ein aus dem Zwergenberg entnommenes Zauberbuch übergeben und auch die Backförmchen (oh ja, das war auf dem Flug vom Zwergenberg weg passiert, da hat - hmm, Thor (glaub ich) den Frosch fangen wollen und dafür beide Hände gebraucht, da hat ihm der Drache gerne die Backförmchen solang abgenommen :-) *grins*. Paßt aber nicht so richtig in die Geschichte, wie das passiert sein soll.

Punkt erzählt:

Nur die drei weisesten Abenteurer waren in der Lage, mein Rätsel zu lösen und auch nur diese waren meiner Hilfe würdig. So wagten sich dann auch Sunrise, Shaina und Holger an diese schwere Aufgabe. Dummerweise mußte ich sehr bald feststellen, daß diese drei schon wieder ZU weise waren, ganze zwei Runden haben sie gebraucht, um das Rätsel der weissen Bären aus dem hohen Norden zu ergründen.
Wohl oder übel mußte ich mich nun dazu herablassen, zu verraten, daß sie als Zutaten neben dem heiligen Eis, welches ich besaß, noch eine lebende Spinne und eine Fisch von besonderer Lebensart und Geschichte benötigten. Sunrise und Holger haben sich sogleich auf Spinnenjagd gemacht, welche sie erfolgreich und vor allem OHNE die Spinne zu berühren abschlossen. Shaina ging während dessen auf Fischfang, wobei ich doch leicht in Panik geriet, bei der Vorstellung sie könnte tatsächlich den toten Fisch finden, den sie suchte. Schließlich brachte Sunrise mir ein altes Holzstück und wollte mir doch tatsächlich erzählen, das sei ein Aal. Da ich aber nun einmal weiß, wie Aale aussehen, wollte ich sie schon wieder wegschicken. Doch das arme Tier hatte tatsächlich eine ganz besondere Geschichte: es hatte solange auf dem Grunde der Elbe geidelt, bis es verholzt war. Nachdem ich den Aal noch mal genauer betrachtet hatte, mußte ich ihr Recht geben.
Auf diese Weise haben diese drei Helden ihre schwere Aufgabe erfolgreich gemeistert.

Tarriga erzählt:

Nachdem ich bestimmt anderthalb Stunden als häßliche agressive Fledermaus allein auf dieser Weide saß, ein paar Magier am Anfang nur 5m an mir vorbeiliefen, ohne mich zu sehen und ich Flammweiss und Ogrim zuguckte, die von Questern nur so belagert wurden, kamen die dann endlich auf die Idee nach mir zu rufen, woraufhin ich "Quiek" brüllte so laut ich nur konnte.
Als erstes fragten sie verzweifelt, ob ich etwas über ein goldenes Band für einen Zwerg wüsste. Das hatte ich natürlich, aber erst brauchte ich eine Feder, da ich als Fledermaus ja keine hab. (Ursprünglich sollten es drei Federn sein, aber im Laufe der anderthalb einsamen Stunden hab ich die auf eine reduziert, damit ich endlich von diesem Baum runterkomme.)
Wir hatten am Strand Federn gesehen, und ich sagte, daß Wasservögel viele Federn verlieren, die dann angespült werden, damit die Quester zum Strand rennen, aber die kriegten das irgendwie nicht mit und meinten: Feder, Feder, muss ja sicher hier irgendwo sein und fingen unter dem Baum an zu suchen. Und dann fanden sie tatsächlich eine und kriegten dafür das goldene Band für die Zwergenaxt, ein paar Sandförmchen und die Feder als Zutat für den Trank.
Als Zweites brauchte ich einen hübschen Blütenkranz aus Klee und Gänseblümchen, da ich ja so eine häßliche Fledermaus war. Alle stürmten Richtung Blümchen und ließen mich wieder allein, außer Casta, Marsian und Rico. Mir war inzwischen ziemlich kalt da oben im Schatten und ich meinte, es würde mir schon reichen, wenn die Quester einfach ein paar Blümchen pflücken und mir bringen. Da rannte Rico los und brachte mir ein Gänseblümchen, woraufhin er einen der Buchstaben bekam. Inzwischen wurde der Kranz von Christina und anderen geflochten, dafür gab es dann die restlichen zwei Buchstaben und den schwarzen Stein der Gingema als Trankzutat. Als letztes sollten sie noch einen Frosch als Trankzutat besorgen, da klappte Christinas Kinn plötzlich runter. Sie hatte nämlich gerade einen Frosch aus einem Loch befreit und ihn frei springen lassen! Aber wenigstens konnte ich endlich vom Baum runter.

Mneme erzählt:

Als denkender Menschenfreund (oder Eremit) hab ichs mir erst mal an meinem Strand bequem gemacht. Nach einiger Denkzeit und netten Unterhaltungen mit Anglern, die des Weges kamen, strömte eine Schar Fremder auf mich ein. Aber das kann ich ja gleich gar nicht leiden, schließlich suche ich die Einsamkeit. Da ich nur die Sprache der Menschen beherrsche, habe ich auch nur Vertreter dieser Rasse in meinem Reich geduldet. Die Andern mußten zur Lockerung meiner Zunge (Denken macht einen wirklich trockenen Mund) erst mal einen gekühlten Zaubertrank finden.
Danach hab ich den Menschen gesagt, sie sollen ihre Kameraden nicht so rumstehen lassen, sondern sie losschicken, ein vierblättriges Kleeblatt zu finden. Ich war mir sicher, sie würden unterwegs einem ihrer Gesellschaft wohlgesinnteren NPC begegnen.
Dann begann ich, mit den Menschen zu reden. Sie wollten Zutaten von mir, für den Zaubertrank der vergeßlichen Hexe. In Zaubertränke dieser mächtigen Art, wie die Hexe ihn brauen mußte, braucht man die Magie des ganzen Universums. Die Magie der Erde ist in roten Steinen gespeichert. Allerdings bringen rote Steine, die so groß sind, wie der, den Largo anbrachte, die Zauberkessel kleiner Kaeuerhexen zum Überlaufen. (Was für eine Verschwendung!).
Die gesammelte Magie der Pflanzen steckt in einem kleinen vierblättrigen Kleeblatt, nach dem die Kameraden der ratlosen Menschen bereits suchten.
Die Magie des Lichtes wurde in alter Vorzeit in kleinen lichtdurchsetzten Murmeln gespeichert. Ich war natürlich in der glücklichen Lage eine solche wertvolle magische Murmel zu besitzen. Es ist wohl klar, daß ich diese nicht ohne Weiteres herausrücke. Also habe ich gegen die Menschen gewürfelt, und sie haben (ich glaube mit Beschiß, denn wer würfelt schon 4 Fünfen hintereinander?!?) tatsächlich gewonnen.
Da ich mich erinnerte, daß sie mit den Zutaten zur vergeßlichen Hexe mußten, erinnerte ich mich der Denkhilfen, die ich mir mit den anderen NPCs für die Hexe ausgedacht hatte. Runen !!! Eine bekam Pepsi im simplen Tausch gegen Rauchkraut (Auch Eremiten unterliegen der Sucht.). Die beiden andern Runen bekamen die suchfreudigen Menschen für einen zweiten Zaubertrank. (Auf einem Bein kann ich nicht stehen.)
Dann habe ich sie erstmal des Weges geschickt und mich wieder vorüberidelnden Wanderern gewidmet.

Später tauchte die gesammelte Horde wieder bei mir auf, sogar mit einem Fäßchen fertig gebrautem Zaubertrank. Aber als ich die Hexe (und die anderen NPCs) im Schlepptau der wandernden Horde sah, wußte ich sofort, daß die Hexe trotz der Erinnerungsrunen nicht rausbekommen hatte, was das Ziel der Quest war :-). Also mußten die Spieler die 14 Runen in richtiger Reihenfolge sortieren, was nach einigen Fehlversuchen auch glückte:

S M A R A G D E N S T A D T

Sofort wurde den Spielern klar, wofür sie die ganze Zeit mit kleinen Sandbauförmchen beschenkt wurden, und machten sich an die Arbeit. Ich vertraute den Klugen unter ihnen an, daß ich einen Zauberspruch wüßte, mit dem man den Zaubertrank kombinieren muß. Leider war meine Niederschrift sehr unleserlich, und außerdem haben die ganzen Zaubertränke meine Sehkraft geschwächt. Also brauchte ich eine Brille, aber nicht irgendeine. Blood bastelte mir also eine grüne Brille. Mit der las ich dann den Zauberspruch vor, Shaina schrieb leserlich mit. Da Zaubersprüche in Menschensprache selten Wirkung zeigen, mußte jemand den Spruch in Drachisch übersetzen. Zu meinem Erstaunen besaßen die Wanderer sogar schon ein Wörterbuch Menschisch-Drachisch.
Shaina machte sich also daran den Spruch zu übersetzen:
 
   Was scheußlich riecht und eklig schmeckt, leere Gebäude zu leben erweckt.
 
   Shénme chôulòde fachu qìwèi hé tâoyànde chàng, kongde jiànzhùwù huózhe nuanxing.
 
Dann wurde noch geraten, was ich zum Eröffnen der Stadt noch in meinem Inventar hatte. Schnell kam man auf den Schlüssel.
Zum Aussprechen des Zaubers über die Stadt wurde der Schlüssel vor und die grüne Brille auf das Tor der Smaragdenstadt gelegt. Largo ließ den Zaubertrank auf die Stadt regnen, während Fiona den Zauberspruch verlas.
 
Seitdem ist die Smaragdenstadt die prächtigste Stadt im ganzen WL, und wenn Faramant noch lebt, trägt man dort immer noch grüne Brillen ....